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Zuviel Vitamine und Überdosierung (Fortsetzung)

(Fortsetzung von Zuviel Vitamine)

Vitamin B6 Überdosierung

Obwohl immer wieder mal von einer Vitamin B6-Überdosierung die Rede ist, trifft man in der Fachliteratur selten auf konkrete Fälle, und wenn, dann wird allenfalls klar, dass es sich um exotische Fälle handelt. So werden bei Vitamin B6 in der Literatur Überdosierungsreaktionen erst ab 1.000 mg täglich beschrieben. Voraussetzung ist die Einnahme über Monate hinweg. Schaumburg et al. (1983) beschrieben toxische Reaktionen, nachdem Patienten 2.000 bis 6.000 mg über 2 bis 40 Monate hinweg einnahmen. Empfindliche Personen sollen bereits ab 500 mg täglich Nebenwirkungen empfunden haben. Im Allgemeinen gilt, dass Dosierungen zwischen 2 und 10 g täglich zu neurologischen Störungen führen können. In seltenen Fällen traten Unverträglichkeitsreaktionen gegenüber Sonnenlicht nach Einnahme hoher Dosen Vitamin B6 auf.

Vitamin C Überdosierung

In Einzelfällen wird Vitamin C, besonders wenn auf nüchternen Magen konsumiert, mit Indigestion durch Übersäuerung des Magens in Verbindung gebracht. Dies kann unter anderem vermieden werden indem Vitamin C nicht als Ascorbinsäure, sondern als Ascorbat (Salz der Ascorbinsäure, z.B. Natrium-Ascorbat) aufgenommen wird. Dies kann zum Beispiel durch die Zugabe von Backpulver (NaHCO3) erreicht werden. Menschen mit einer Neigung zur Bildung von Nierensteinen sollten vor der Einnahme hoher Dosierungen ihren Arzt befragen. Besonders wichtig ist die verstärkte Bildung von Oxalsäure und die Erzeugung von Nierensteinen.

Vitamin D Überdosierung

Die toxischen Dosen des Vitamin D unterscheiden sich stark zwischen der Vorstufe Cholecalciferol und dem aktivierten Hormon Calcitriol. Das aus dem Pflanzenreich stammende Ergocalciferol wirkt etwas schwächer als Cholecalciferol.
Eine Vitamin-D-Überdosierung führt zu einer überstimulierten Calcium-Absorption im Darm und Calcium-Resorption aus den Knochen und daher zu einer Hypercalciämie (Calcium im Serum > 2,75 mmol/l) und zu einer Hypercalciurie (Calcium-Ausscheidung > 10 mmol/24h). Dies führt zu folgenden Wirkungen:
Die Nieren werden geschädigt durch Kalkablagerungen, das führt zu einer verringerten glomerulären Filtrationsrate. Andererseits können die Nierentubuli den Urin nicht mehr so gut konzentrieren, was vorübergehend zu einer Polyurie und einer sekundären Polydipsie führen kann. Beides führt zu einer funktionellen Niereninsuffizienz.
Weitere Symptome insbesondere chronischer Überdosierung von Vitamin D sind:
- Anorexie und Gewichtsverlust, Erbrechen, Verstopfung, Bauchkrämpfe, Bluthochdruck, Psychosen
- Muskel- und Sehnenschmerzen, Kopfschmerzen,
- bei Kindern: Wachstumsstörung, persistierende Körpertemperaturerhöhung, Irritabilität
Extrem hohe Überdosierungen von Vitamin-D können zum Tod führen.

Vitamin K Überdosierung

Es treten kaum Vitamin-K-Überdosierungen auf, da Vitamin K nicht toxisch ist (auch bei Aufnahme des 500-fachen der empfohlenen Menge sind keine toxischen Wirkungen bekannt). Bei Injektion von Vitamin K in sehr hohen Dosen können allergische Reaktionen und Veränderungen der Blutzusammensetzung auftreten.

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